Ihre Position: Home > Der Verein > Geschichte
Schon seit über 100 Jahren...

Übersicht und Chronik

Die Stadt Ebersbach/Fils, Landkreis Göppingen, Bundesland Baden-Württemberg, liegt im unteren Filstal am Südrand des Schurwaldes und ist geografisch am Mittelpunkt der Flutlinie zwischen der Landeshauptstadt Stuttgart und der Stadt Ulm/Donau unmittelbar an der verkehrspolitisch sehr bedeutenden Bundesstraße 10 zu finden. Die Stadt Ebersbach/Fils gliedert sich in den Hauptort und sechs Stadtteile. Sie hat insgesamt ca. 16.000 Einwohner. Seit 1980 besteht eine Städtepartnerschaft mit Bourg-les-Valence (Süd-Frankreich) und seit 1991 eine weitere Städtepartnerschaft mit Ebersbach/Sachsen.

 

Der Verein ist organisatorisch dem Kreisverband Göppingen im Blasmusikverband Baden-Württemberg zugeordnet. Inzwischen verfügt der MVE über eine Gesamtmitgliedszahl von über 650 Personen, davon sind ca. 250 als Musiker und Musikerinnen aktiv. Die aktiven Musikerinnen und Musiker teilen sich in ca. 90 Erwachsene und ca. 160 Kinder und Jugendliche.

Derzeit unterhält der Musikverein insgesamt vier Orchester:

Das Vorstufenorchester, das Nachwuchsorchester, das Jugendblasorchester und das Große Blasorchester.

An der vereinseigenen Bläserschule werden die Kinder und Jugendliche an ihrem Blasinstrument oder Percussion in Theorie und Praxis ausgebildet.

 

Chronik in Kurzform:

1902 nachweisliche Gründung des Musikvereins als Kapelle Händle mit 14 Musikern, die vermutlich aus einer Feuerwehrkapelle von 1887 hervorgeht.

Aufgrund von Streitigkeiten kommt es 1907 zu einer Ausgliederung einer Musikgruppe, die dem Radfahrverein „Viktoria“ beitritt. Dadurch gibt es dann zeitweise in Ebersbach 2 Kapellen. 6 Jahre später löst sich der Musikverein auf. Die andere Kapelle wechselt 1924 aus finanziellen Gründen vom Radfahrverein zur Feuerwehr. In der Zeit schliesst sich die Kapelle dem Musikerverband an und beginnt an Wertungsspielen teilzunehmen. Man erreicht mit dem Dirigenten Alfred Bantel sehr schnell gute und sehr gute Noten bei Wertungsspielen in der Oberstufe. 1927 zum 25-jährigen Jubiläum wird erstmals ein Bezirksmusikfest in Ebersbach veranstaltet. 1936 wird die Kapelle aus der Feuerwehr ausgegliedert. Alfred Bantel tritt aufgrund politischer Spannungen mit der NSDAP-Ortsgruppe schliesslich zurück, worauf sich die Kapelle auflöst. Auf Betreiben des Bürgermeisters Seebich wird jedoch eine Gemeindekapelle gegründet und durch die Kriegszeiten geführt. Aus den Mitgliedern dieser Gemeindekapelle gründet sich dann 1947 wieder der Musikverein. Dirigent wird erneut Alfred Bantel, der in den nächsten sieben Jahren, zusammen mit dem Vorsitzenden Erich Giepen, den Musikverein auch wieder zu musikalischen Erfolgen führt.

Ab 1971 führt Günter Gansloser für die nächsten 21 Jahre den Verein als 1. Vorsitzender.

1975 wird Karl-Heinz Elter als Dirigent für den Verein gewonnen. Er verbessert die Jugendausbildung und die Leistung der Orchester, die Anzahl der Musiker und der Mitglieder erhöht sich stark. Zahlreiche Erfolge bei nationalen und internationalen Erfolge bestätigten seine Arbeit. Er legt damit die Grundlage des heutigen Grossen Blasorchesters.

Ein Höhepunkt seiner Tätigkeit ist 1982 die Teilnahme des Jugendorchesters bei den Internationalen Musiktagen in Wien mit einem 2. Platz in der Oberstufe. Im gleichen Jahr erreicht das Grosse Blasorchester beim internationalen Blasmusikwettbewerb in Brünn in der Höchststufe einen 2. Platz. Es wird eine Schallplatte und eine Musikkassette aufgenommen. Konzertreisen nach Skandinavien, USA und Kanada folgen. 1991 verläßt Karl-Heinz Elter nach 17 Jahren Dirigententätigkeit den Verein.

Nachfolger wird Rainer Kellmayer, der 1995 von Günter Eberle abgelöst wird.

1993 übernimmt Peter Leukhardt als 1. Vorsitzender den Musikverein. Die Jugendausbildung wird intensiviert. Ein Gerätemagazin wird gebaut. Das hohe musikalische Niveau der Orchester und der Musiker wird gehalten und bei regelmäßigen Wertungsspielen und Wettbewerben bestätigt.

1997 wird Tobias Wegele Dirigent des Jugendblasorchesters. Es nimmt am 3. Welt-Jugendmusik-Festival in Zürich teil und fährt 2001 zu einer Konzertreise in die USA. 2003 Teilnahme beim Blasorchester-Wettbewerb "Flicorno D´oro" in Riva del Garda.

1999 führt Volker Eissele als neuer Dirigent des Grossen Blasorchesters einen neuen Stil in Richtung sinfonischer Blasmusik ein. Das Grosse Blasorchester nimmt beim Internationalen Wertungsspiel für Konzertmusik in Nürnberg teil und erreicht ein „sehr gut“ in der Höchststufe.

Regelmäßige Teilnahmen bei hochrangigen Wettbewerben in Wasserburg, Vöcklabruck und Villingen-Schwenningen sind ein Schwerpunkt seiner Tätigkeit.

2002 feiert der Verein sein 100-jähriges Jubiläum mit einem Jubiläumskonzert unter Mitwirkung unserer Partnerorchester aus Bourg les Valence und Göppingen und der Premiere der Auftragskomposition "Ebersbach Dreams" von Jean Jaques Flament. Weiterer Höhepunkt ist die Ausrichtung des Kreismusikfests als grosses viertätiges Zeltfest mit Wertungsspiel und Umzug der Kapellen und Vereine durch die Ebersbacher Innenstadt.

2005 erhält das Jugendorchester mit der Konzertreihe „Symphonic, Rock and Jazz“ den Innovationspreis des Blasmusikverbands.

2006 verläßt Volker Eissele den Verein und Vizedirigent Joachim Rath übernimmt das Grosse Blasorchester übergangsweise.

Dr. Peter Leukhardt tritt 2007 nach 13 Jahren erfolgreicher Tätigkeit nicht mehr zur Wahl des 1. Vorsitzenden an.

Teilnahme des Grossen Blasorchesters beim Bundesmusikfest 2007 in Würzburg.

Das Jugendorchester unternimmt eine Deutschlandreise (u.a. Dresden, Berlin, Hamburg, Mainz).