Der Verein - die wichtigsten Informationen
Der Musikverein Ebersbach/Fils e.V. wurde 1902 gegründet.
Zweck des Vereins ist die Pflege der Blasmusik durch den Unterhalt von Blasorchestern und die Ausbildung von Musikern für seine Blasorchester.
Der Verein ist Mitglied im Blasmusikverband Baden-Württemberg und im Kreisverband Göppingen.
Allgemein
Der 1902 gegründete Verein sieht sich in der Aufgabe Blasmusik in verschiedenen Stilrichtungen auszuüben und zu verbreiten. Dazu leistet sich der Verein ein großes Blasorchester mit ca. 70 Musikern, ein Jugendblasorchester mit ca. 60 Musiker und ein Nachwuchsorchester.
Eine Schwerpunktaufgabe des Musikvereins ist die Jugendarbeit in Form einer eigenen guten Ausbildung von Kindern und Jugendlichen auf Blas- und Schlaginstrumenten durch ausgebildete Musiker und das gemeinsame Musizieren in den Blasorchestern. Die Weiterbildung der Musiker und der Abschluss von Musikprüfungen wird gefördert. Die verschiedenen Stilrichtungen wie sinfonische Blasmusik, Unterhaltungsmusik, Kammermusik, Big-Band und Ensembles werden in den Orchestern und Ensembles des Vereins oder auch durch Eigeninitiative in privaten Ensembles gepflegt. Durch eigene Konzerte und Auftritte bei anderen Veranstaltern wird das Können und die Musik dem Publikum vermittelt.
Außer dem werden in regelmäßigen Abständen Wertungsspiele und Orchesterwettbewerbe besucht. Die Musikalische Leitung hat Günter Martin Korst aus Schorndorf. Der Verein hat rund 610 Mitglieder und über 200 aktive Musiker in den Reihen, wobei knapp 120 Musiker noch in der musikalischen Früherziehung oder in der Instrumentalausbildung sind.
Mitgliedschaft
Vereinsmitglied kann jeder auf Antrag werden - als aktives oder passives Mitglied.Vereinsorgane
SatzungGeneralversammlung
Kassenprüfer
Vereinsausschuss
Geschäftsführende Vorstände
Blasorchester und Probenzeiten:
- Nachwuchsorchester NWO - Freitag 16 - 17.30 Uhr
- Jugendblasorchester JBO - Freitag 18 - 19.30 Uhr
- Grosses Blasorchester GBO - Freitag 20 - 22.00 Uhr
- Blaskapelle "D' Ehemalige" EO - Donnerstag 19.30 - 21.00 Uhr (jeden letzten Donnerstag im Monat)
Der Verein bietet folgende Ausbildungsabschnitte an:
- Rabatzkids - musikalische Früherziehung ab ca. 5 Jahren
- Flöten- und Rhythmuskids - Flöten- und Percussionunterricht ab ca. 6 Jahren
- Instrumentalausbildung - Blasinstrumente und Percussion ab ca. 9 Jahren
- Weiterbildungsangebote und Workshops, intern und extern
- Angepasste Ausbildung für Quereinsteiger und Erwachsene
Stadt Ebersbach (www.ebersbach.de)
Die Stadt Ebersbach/Fils, Landkreis Göppingen, Bundesland Baden-Württemberg, liegt im unteren Filstal am Südrand des Schurwaldes und ist geografisch am Mittelpunkt der Flutlinie zwischen der Landeshauptstadt Stuttgart und der Stadt Ulm/Donau unmittelbar an der verkehrspolitisch sehr bedeutenden Bundesstraße 10 zu finden. Die Stadt Ebersbach/Fils gliedert sich in den Hauptort und sechs Stadtteile. Sie hat insgesamt ca. 16.000 Einwohner. Seit 1980 besteht eine Städtepartnerschaft mit Bourg-les-Valence (Süd-Frankreich) und seit 1991 eine weitere Städtepartnerschaft mit Ebersbach/Sachsen. Chronik in Kurzform
1902 - 1923 Wechselhafte Zeiten
1902 nachweisliche Gründung des Musikvereins als Kapelle Händle mit 14 Musikern, die vermutlich aus einer Feuerwehrkapelle von 1887 hervorgeht.Aufgrund von Streitigkeiten kommt es 1907 zu einer Ausgliederung einer Musikgruppe, die dem Radfahrverein „Viktoria“ beitritt. Dadurch gibt es dann zeitweise in Ebersbach 2 Kapellen.
6 Jahre später löst sich der Musikverein auf.
1924 - 1945 - Ära Alfred Bantel und Kriegszeit
Die andere Kapelle wechselt 1924 aus finanziellen Gründen vom Radfahrverein zur Feuerwehr. In der Zeit schliesst sich die Kapelle dem Musikerverband an und beginnt an Wertungsspielen teilzunehmen. Man erreicht mit dem Dirigenten Alfred Bantel sehr schnell gute und sehr gute Noten bei Wertungsspielen in der Oberstufe. 1927 zum 25-jährigen Jubiläum wird erstmals ein Bezirksmusikfest in Ebersbach veranstaltet.1936 wird die Kapelle aus der Feuerwehr ausgegliedert. Alfred Bantel tritt aufgrund politischer Spannungen mit der NSDAP-Ortsgruppe schliesslich zurück, worauf sich die Kapelle auflöst.
Auf Betreiben des Bürgermeisters Seebich wird jedoch eine Gemeindekapelle gegründet und durch die Kriegszeiten geführt.
1945 - 1974 Neugründung und Aufbau mit Dirigent Alfred Bantel und Vorstand Erich Giepen
Aus den Mitgliedern dieser Gemeindekapelle gründet sich dann 1947 wieder der Musikverein. Dirigent wird erneut Alfred Bantel, der in den nächsten sieben Jahren, zusammen mit dem Vorsitzenden Erich Giepen, den Musikverein auch wieder zu musikalischen Erfolgen führt. Ab 1971 führt Günter Gansloser für die nächsten 21 Jahre den Verein als 1. Vorsitzender.1975 - 1991 Dirigent Karl-Heinz Elter und Vorstand Günter Gansloser
1975 wird Karl-Heinz Elter als Dirigent für den Verein gewonnen. Er verbessert die Jugendausbildung und die Leistung der Orchester, die Anzahl der Musiker und der Mitglieder erhöht sich stark. Zahlreiche Erfolge bei nationalen und internationalen Erfolge bestätigten seine Arbeit. Er legt damit die Grundlage des heutigen Grossen Blasorchesters. Ein Höhepunkt seiner Tätigkeit ist 1982 die Teilnahme des Jugendorchesters bei den Internationalen Musiktagen in Wien mit einem 2. Platz in der Oberstufe. Im gleichen Jahr erreicht das Grosse Blasorchester beim internationalen Blasmusikwettbewerb in Brünn in der Höchststufe einen 2. Platz. Es wird eine Schallplatte und eine Musikkassette aufgenommen. Konzertreisen nach Skandinavien, USA und Kanada folgen. 1991 verläßt Karl-Heinz Elter nach 17 Jahren Dirigententätigkeit den Verein.1992 - 1999 Vorstand Dr. Peter Leukhardt - Ausbau der Jugendarbeit - Gründung der Rabatzkids
Nachfolger wird Rainer Kellmayer, der 1995 von Günter Eberle abgelöst wird. 1993 übernimmt Peter Leukhardt als 1. Vorsitzender den Musikverein. Die Jugendausbildung wird intensiviert.Mit Jugendleiter Thomas Schuler und Leiter Tobias Wegele werden die Rabatzkids, die Flötenkids und das Nachwuchsorchester gegründet. Ein Gerätemagazin wird gebaut.
Das hohe musikalische Niveau der Orchester und der Musiker wird gehalten und bei regelmäßigen Wertungsspielen und Wettbewerben bestätigt.
1997 wird Tobias Wegele auch Dirigent des Jugendblasorchesters. Es nimmt am 3. Welt-Jugendmusik-Festival in Zürich teil. Günter Eberle scheidet 1998 als Dirigent aus, Tobias Wegele übernimmt vorübergehend die Leitung des Großen Blasorchesters. Ausflug nach Matrei, Tirol.
1999 - 2007 Jubiläumsfeierlichkeiten - Neue Konzerte
1999 führt Volker Eissele als neuer Dirigent des Grossen Blasorchesters einen neuen Stil in Richtung sinfonischer Blasmusik ein. Regelmäßige Teilnahmen bei Wertungsspielen und Wettbewerben werden geplant. Das Grosse Blasorchester nimmt 2000 beim Internationalen Wertungsspiel für Konzertmusik in Nürnberg teil und erreicht ein „sehr gut“ in der Höchststufe.Die Tradition der Konzertreisen nimmt das JBO wieder auf, mit einer Konzertreise nach Bourg-les-Valence (2000) und einer Konzertreise in die USA (2001).
2002 feiert der Verein sein 100-jähriges Jubiläum mit einem Jubiläumskonzert unter Mitwirkung unserer Partnerorchester aus Bourg les Valence und Göppingen und der Premiere der Auftragskomposition "Ebersbach Dreams" von Jean Jaques Flament. Weiterer Höhepunkt ist die Ausrichtung des Kreismusikfests als grosses viertätiges Zeltfest mit Wertungsspiel und Umzug der Kapellen und Vereine durch die Ebersbacher Innenstadt.
2003 nimmt das JBO beim Blasorchester-Wettbewerb "Flicorno D´oro" in Riva del Garda teil.
Das GBO nimmt bei hochrangigen Wettbewerben in Wasserburg, Vöcklabruck und Villingen-Schwenningen.
2005 erhält das Jugendorchester mit der neuen Konzertreihe „Symphonic, Rock and Jazz“ den Innovationspreis des Blasmusikverbands.
2006 verläßt Volker Eissele den Verein und Vizedirigent Joachim Rath übernimmt das Grosse Blasorchester übergangsweise.
Dr. Peter Leukhardt tritt 2007 nach 13 Jahren erfolgreicher Tätigkeit nicht mehr zur Wahl des 1. Vorsitzenden an.
Teilnahme des Grossen Blasorchesters beim Bundesmusikfest 2007 in Würzburg. Das Jugendorchester unternimmt eine Deutschlandreise (u.a. Dresden, Berlin, Hamburg, Mainz).
2008 - heute Dirigent Günter Martin Korst
Der 2. Vorstand Oliver Grupp übernimmt kommissarisch bis zur Wahl eines 1. Vorsitzenden dessen Amt. Hans-Peter Fritz wird 2008 zum 1. Vorsitzenden gewählt, tritt aber im September wieder zurück. Im Anschluss daran wird eine neue Vorstandsstruktur gebildet und an der Hauptversammlung 2009 durch Satzungsänderung und Wahl der neuen Vorstände wirksam. Es gibt nun max. 3 geschäftsführende, einzelvertretungsberechtigte Vorstände für die Bereiche Organisation/Finanzen, Musik und Veranstaltungen. Entscheidungsgremium ist weiterhin der Vereinsausschuss.Gewählt wurden Oliver Grupp (Organisation/Finanzen), Dietmar Vogl (Musik) und Michael Mayer (Veranstaltungen).
Als Dirigent des GBO wurde 2008 Günter Martin Korst berufen, der sich bereits als Dirigent der SMTV Schorndorf und des Musikverein Ebersberg einen Namen gemacht hat. Er ist außerdem im Kreisverband Rems-Murr in der Jugendarbeit aktiv und Klarinettenlehrer an der Musikschule Schorndorf.
Tobias Wegele verabschiedete sich im Herbst 2008 mit dem letzten Konzert von "Symphonic, Rock and Jazz" als Dirigent vom JBO und als musikalischer Leiter im Ausbildungsbereich.
Günter Martin Korst wird auch Dirigent des JBO. Durch die Dirigentenwechsel kam es zu einem Umbruch in den Jugendorchestern, da Musiker ins GBO wechselten oder aufhörten. Das JBO ist nun im Aufbau mit relativ jungen Musikern, macht aber große Fortschritte und hat bereits Erfolge bei Wertungsspielen der Jugendblasorchestern.
2009 konnte auch das Nachwuchsorchester wieder gegründet werden und ist nun unter der Leitung von Matthias Grünenwald und Michael Roos.
Erfolge bei Wertungsspielen in der Höchststufe konnte das GBO beim Kreismusikfest 2008 in Hauertz (Kreis Ravensburg) und 2009 beim Landesmusikfest in Metzingen vorweisen.